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21/11/2017

Auf dem Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ werden bewährte Verfahren und politische Lösungen zur Bewältigung des Problems einer alternden Erwerbsbevölkerung vorgestellt

Führende europäische Experten für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit versammeln sich heute in Bilbao, Spanien, für den Gipfel „Gesunde Arbeitsplätze“ der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). Dieses Gipfeltreffen stellt den Schlusspunkt der höchst erfolgreichen Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ dar, deren Ziel darin bestand, vor dem Hintergrund einer alternden europäischen Erwerbsbevölkerung ein nachhaltiges Arbeitsleben zu fördern.

Mehr als 350 Delegierte, darunter politische Entscheidungsträger, Sozialpartner, Kampagnenpartner, Vertreter der Europäischen Kommission, Experten für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie andere wichtige Interessenträger, blicken auf die Erfolge der zweijährigen Kampagne und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zurück und tauschen sich über bewährte Verfahren für nachhaltiges Arbeiten aus. Die Teilnehmer feiern auch den Erfolg des Partnerschaftsprogramms dieser Kampagne, das eine Rekordzahl an offiziellen Kampagnen- und Medienpartnern angezogen hat, und den 20. Jahrestag des allseits beliebten Helden „Napo“ der gleichnamigen Cartoons, die das Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit schärfen sollen. Der Gipfel wird live im Internet übertragen und alle Sitzungen werden aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal der EU-OSHA zur Verfügung gestellt.

Die europäische Erwerbsbevölkerung altert und die offiziellen Rentenaltersgrenzen werden in ganz Europa angehoben. Die demografische Entwicklung der Erwerbsbevölkerung stellt zahlreiche Herausforderungen für Organisationen dar, nicht zuletzt weil 27 % der Erwerbsbevölkerung nicht glauben, ihre aktuelle Tätigkeit im Alter von 60 Jahren noch ausüben zu können.[1] Diese Probleme werden durch die Ergebnisse des Projekts Sicherere und gesündere Arbeitsplätze in jedem Alter des Europäischen Parlaments bekräftigt. Die wichtigsten Erkenntnisse können online mit dem mehrsprachigen interaktiven Visualisierungstool eingesehen werden. Neben der Sensibilisierung für die Herausforderungen, denen sich die alternde europäische Erwerbsbevölkerung gegenübersieht, stellte die Kampagne außerdem erfolgreich praktische, rechtliche und politische Lösungen zu deren Bewältigung bereit.

Marianne Thyssen, die EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, weist darauf hin, wie wichtig die Arbeit der EU-OSHA sowie ihr Beitrag zur Verwirklichung der Ziele der Europäischen Säule sozialer Rechte und des Strategischen Rahmens für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz der Europäischen Kommission ist: „Sichere und gesunde Arbeitsplätze sind ein Eckpfeiler der Europäischen Säule sozialer Rechte. Die EU-OSHA hat im Verlauf der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ eine Führungsrolle übernommen, um ein nachhaltiges Altern der Erwerbsbevölkerung zu fördern und ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern. Wir nehmen ihren Beitrag zur Verwirklichung unseres Ziels, ein gerechteres und gleichberechtigteres Europa für unsere Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, mit Dank zur Kenntnis.“

Die Bedeutung des dreigliedrigen Unterstützungsnetzes für die Arbeit der EU-OSHA und insbesondere für die Kampagne wird auch von Károly György, dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats der EU-OSHA, hervorgehoben: „Wir können nicht oft genug sagen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ist. Nur durch eine Zusammenarbeit können staatliche Stellen, Arbeitnehmervertreter, Arbeitnehmer und Kampagnenpartner die Zukunft der europäischen Erwerbsbevölkerung sichern. Durch ein gezieltes Eingreifen zu einem frühen Zeitpunkt des Erwerbslebens, um wirksam vorzubeugen, können wir sicherstellen, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Entscheidungsprozessen im Mittelpunkt steht und das Wohlergehen der Beschäftigten priorisiert wird.“

Die Eröffnungssitzungen im Plenum umfassen eine Grundsatzrede über gesundheitliche Ungleichheiten vor dem Hintergrund einer alternden Erwerbsbevölkerung und eine Podiumsdiskussion über erfolgreiche politische Maßnahmen und Strategien zur Förderung gesunden Alterns. Andere Sitzungen konzentrieren sich auf Maßnahmen, die getroffen werden können, um nachhaltiges Arbeiten zu fördern, auf bewährte Verfahren zur Rehabilitation und zur Rückkehr an den Arbeitsplatz sowie auf die Macht von nonverbaler Kommunikation und Humor, um die breiten Massen zu erreichen. Die Teilnehmer haben auch die Möglichkeit, untereinander Kontakte zu knüpfen sowie sich über bewährte Verfahren und im Rahmen der Kampagne gemachte Erfahrungen auszutauschen.

In der abschließenden Plenarsitzung werden die Delegierten des Gipfels mehr über die bevorstehende Kampagne Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben für die Jahre 2018-2019 erfahren. Das Ziel dieser Kampagne besteht darin, das Bewusstsein für gefährliche Substanzen am Arbeitsplatz zu schärfen und auf die wichtige Rolle aufmerksam zu machen, die die Präventionshierarchie, die auch als STOP-Prinzip bekannt ist, hierbei spielt: Substitution, Technische Kontrollen, Organisatorische Maßnahmen und Persönliche Schutzausrüstung.

Links:

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Alle Einzelheiten zur Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2016-2017 finden Sie online

 

Hinweise für die Redaktion: 
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Die Aufgabe der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) besteht darin, dazu beizutragen, dass die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver werden. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz und organisiert europaweite Kampagnen zur Sensibilisierung. Die Agentur wurde 1994 von der Europäischen Union gegründet und hat ihren Sitz in Bilbao, Spanien. Sie bringt nicht nur Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, sondern auch führende Sachverständige zusammen - und dies in jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus.

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http://osha.europa.eu

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„Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ war eine dezentrale Kampagne, die Organisationen und Einzelpersonen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene offen stand. Sie wurde von den nationalen Focal Points der EU-OSHA in mehr als 30 europäischen Ländern koordiniert und von offiziellen Kampagnenpartnern (d. h. paneuropäischen und multinationalen Organisationen) sowie Medienpartnern der Kampagne unterstützt.

Im Verlauf der Jahre 2016 und 2017 setzte sich die EU-OSHA dafür ein, ein Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltigen Alterns in der Erwerbsbevölkerung zu schaffen. Obgleich oder gerade weil die Bewältigung des Problems einer alternden Erwerbsbevölkerung eine Herausforderung darstellt, zielte diese Kampagne darauf ab, klare und nützliche Orientierungshilfen in Bezug auf Maßnahmen bereitzustellen, die getroffen werden können, um nachhaltiges Arbeiten zu fördern und ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern. Die zentralen Ziele der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2016-2017 lauteten:

  • Förderung nachhaltigen Arbeitens und gesunden Alterns ab dem Beginn des Erwerbslebens;
  • Vorbeugung von Gesundheitsproblemen während des Arbeitslebens;
  • Aufzeigen von Lösungen, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor dem Hintergrund einer alternden Arbeitnehmerschaft für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sorgen können; und
  • Förderung des Austauschs von Informationen und bewährten Verfahren.
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Das Gipfeltreffen „Gesunde Arbeitsplätze“ ist der Höhepunkt einer Reihe erfolgreicher Meilensteine dieser Kampagne, deren Ziel es war, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig nachhaltiges Arbeiten ist. Hierzu zählten zwei Europäische Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, ein Europäischer Wettbewerb für gute praktische Lösungen sowie zwei Filmpreise zum Thema „Gesunde Arbeitsplätze“. Während der Kampagne wurde eine Vielzahl von Ressourcen kostenlos zur Verfügung gestellt, um kleine Unternehmen bei der Bewältigung des Problems einer alternden Arbeitnehmerschaft zu unterstützen, darunter ein elektronischer Leitfaden, praktische Tools, Napo-Filme und Fallstudieninformationen.

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