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24/10/2016

Machen Sie mit bei der Europäischen Woche für gesunde Arbeitsplätze für jedes Alter!

Heute beginnt die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 2016 (24. bis 28. Oktober), die einen zentralen Bestandteil der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ darstellt. Mit hunderten von Veranstaltungen werden die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) und ihr Partnernetzwerk in ganz Europa darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen während des gesamten Erwerbslebens zu gewährleisten.

Bis 2030 werden Arbeitnehmer, die älter als 55 Jahre sind, in vielen EU-Ländern mindestens 30 % der gesamten Erwerbsbevölkerung ausmachen. Dies stellt Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Unternehmen vor große Herausforderungen. Angesichts der alternden Bevölkerung und rückläufiger Bevölkerungszahlen ist es von entscheidender Bedeutung, für alle Erwerbstätigen während ihres gesamten Arbeitslebens sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Nur so kann die Nachhaltigkeit und Dynamik der Erwerbsbevölkerung sichergestellt werden. Die EU-OSHA und ihre Partner haben die Federführung bei der Förderung eines nachhaltigen Erwerbslebens übernommen und helfen Arbeitgebern, die Vorteile auszuschöpfen, die ältere Arbeitnehmer für ein Unternehmen bedeuten können.

 

Die EU-OSHA unterstützt ihre Kampagnenpartner, indem sie auf der Website der Kampagne zahlreiche kostenlose Ressourcen bereitstellt. So wurde kürzlich ein interaktiver, anwenderfreundlicher elektronischer Leitfaden mit leicht verständlichen Informationen und praktischen Orientierungshilfen für den Umgang mit der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz älterer Arbeitnehmer in mehr als 30 länderspezifischen Fassungen herausgegeben. Die Angaben sind auf jedes einzelne Land und unterschiedliche Zielgruppen – Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Personalmanager und Arbeitsschutzexperten – zugeschnitten, sodass sich der Nutzer seinem Bedarf entsprechend informieren kann.

 

Darüber hinaus wurden vor Kurzem mehrere Informationsblätter veröffentlicht, in denen die wichtigsten Berichte über das Projekt „Sicherere und gesündere Arbeitsplätze in jedem Alter – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit im Kontext einer alternden Belegschaft“ zusammengefasst werden. Zu den darin behandelten Themen zählen die Vorteile, die ältere Arbeitnehmer für Unternehmen bedeuten können, die zusätzlichen Risiken, mit denen Frauen am Arbeitsplatz konfrontiert sind, die Systeme für die Rehabilitation und die Rückkehr in das Erwerbsleben in Europa sowie ein Überblick über die politischen Maßnahmen und Strategien, die darauf abzielen, die alternde Erwerbsbevölkerung Europas zu unterstützen. In diesen Informationsblättern wird beispielsweise unterstrichen, dass die Lebensweise oder bestimmte Berufe stärkere Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und die Gefährdung am Arbeitsplatz haben können als das chronologische Alter.

 

Das Netzwerk der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ – darunter führende Organisationen aus dem Bereich Gesundheit und Sicherheit, Unternehmen, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften sowie Sachverständige für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit – organisiert das ganze Jahr über und ganz besonders während dieser Europäischen Woche die unterschiedlichsten Veranstaltungen, um die Botschaften der Kampagne zu diskutieren. Beispielsweise richten die Focal Points der EU-OSHA zahlreiche Veranstaltungen in mehr als 13 Ländern aus, darunter eine Konferenz in Österreich (24. Oktober) zum Potenzial der Generationenvielfalt am Arbeitsplatz sowie eine Veranstaltung in der Tschechischen Republik (25. Oktober) zu den jüngsten Entwicklungen bei den Rechtsvorschriften über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Die Direktorin der EU-OSHA, Dr. Christa Sedlatschek, wird bei einer Konferenz in der Slowakei Ergebnisse der wichtigsten Tätigkeiten der EU-OSHA vorstellen, die unter anderem neue Technologien und Beschäftigungsformen zum Gegenstand haben. In Spanien wird in mehreren Regionen ein umfangreiches Programm mit mehr als 60 Veranstaltungen in insgesamt 39 Städten durchgeführt, das auch einige kreative Initiativen umfasst. So wird beispielsweise auf den Kanarischen Inseln eine Sammlung von Kurzvideos unter dem Motto „15 Sekunden an gesunden Arbeitsplätzen in jedem Alter“ gezeigt, in denen Arbeitnehmer unterschiedlicher Generationen gute praktische Lösungen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit vorstellen.

 

Auch die offiziellen Kampagnenpartner unterstützen die Europäische Woche mit zahlreichen Aktivitäten und Initiativen: Zu der von DEKRA Insight ausgerichteten Safety in Action Conference kommen am 26./27. Oktober in Antwerpen, Belgien, führende Sicherheitsexperten und Teams aus Spitzenunternehmen zusammen. Die Federation of the European Ergonomics Societies (FEES) hat den gesamten Monat Oktober dem Thema „Ergonomics for all ages“ (Ergonomie für jedes Alter) gewidmet, um aufzuzeigen, welche Chancen die Ergonomie für die Förderung eines nachhaltigen Erwerbslebens birgt.

 

Promotor BHP, ein Medienpartner der Kampagne in Polen, richtet in dieser Woche die Konferenz „Human Factor in Safety“ (Der Faktor Mensch in der Sicherheit) aus, bei der Instrumente und Erfahrungen im Zusammenhang mit der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen im Bergbau, im Bereich Brennstoffe und Energie sowie in der metallurgischen Industrie ausgetauscht werden sollen.

 

Auf EU-Ebene wurde als Beschäftigungsziel festgelegt, dass bis 2020 75 % der Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 64 Jahren erwerbstätig sein sollen. Altersgerechte Verfahren für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie die Gewährleistung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz während des gesamten Erwerbslebens sind zwei entscheidende Faktoren, um dieses Ziel zu erreichen. Alle Aktivitäten und Veranstaltungen, die im Rahmen der Europäischen Woche stattfinden, geben dem Netzwerk der Kampagnenpartner sowie Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen die Möglichkeit, sich über gute praktische Lösungen auszutauschen und Ideen zu entwickeln, um gemeinsam auf dieses Ziel hinzuwirken.

 

Links:

[1] “27 % of European workers don’t think they will be able to do the same job at 60". Eurofound (Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen) (2015), „Sechste Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen – 2015“.

Hinweise für die Redaktion: 
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Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ 2016-17 schärft das Bewusstsein für die Bedeutung eines guten Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagements und der Risikoprävention bei der Arbeit während des gesamten Erwerbslebens sowie einer an den Fähigkeiten des Einzelnen ausgerichteten Arbeit – sei es zu Beginn oder am Ende eines Arbeitslebens. Ebenso wie frühere Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze wird sie auf einzelstaatlicher Ebene von den Focal Points der EU-OSHA koordiniert und von offiziellen Kampagnen- und Medienpartnern unterstützt.

Die Kampagne wird am 15. April 2016 eingeleitet. Wichtige Daten im Terminkalender der Kampagne sind u. a. die Europäischen Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (Oktober 2016 und 2017) sowie die Preisverleihungszeremonie des Wettbewerbs für gute praktische Lösungen in Bezug auf gesunde Arbeitsplätze (April 2017). Die Kampagne endet mit dem Gipfeltreffen „Gesunde Arbeitsplätze“ (November 2017), bei dem alle an der Kampagne Beteiligten und die EU-OSHA zusammenkommen, um über die Erfolge der Kampagne und die gewonnenen Erkenntnisse Bilanz zu ziehen.

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Die Aufgabe der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) besteht darin, dazu beizutragen, dass die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver werden. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz und organisiert europaweite Kampagnen zur Sensibilisierung. Die Agentur wurde 1994 von der Europäischen Union gegründet und hat ihren Sitz in Bilbao, Spanien. Sie bringt nicht nur Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, sondern auch führende Sachverständige zusammen - und dies in jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus.

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